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Frühlingsbäckerei – lass den Kuchen grünen!

Frühlingskuchen

Habt ihr heute schon aus dem Fenster geschaut?

Die Frühlingssonne lässt ihre Kraft wirken und strahlt vom beinahe wolkenlosen Himmel, jetzt ist der Frühling endlich so richtig eingekehrt – wir genießen das und sind in Aufbruchsstimmung. Draußen herrscht ein Erwachen, es beginnt zu grünen und zu sprießen und ich freue mich riesig über diese ersten warmen Sonnenstrahlen und über die erblühende Natur.

Daher will ich mir den Frühling auch ins Haus holen – ich will ihn nicht nur sehen im Erblühen der Natur, riechen in der frischen Luft, hören im Vogelgezwitscher und fühlen mit der wärmenden Sonne, nein ich will den Frühling auch schmecken und meine Geschmacksknopsen ebenfalls auf die wärmere Jahreszeit einstimmen.

 

Daher mache ich heute mit euch mal wieder einen Abstecher in meine Essenszubereitungsstätte und will versuchen, was Leckeres für den Frühling, für die belebende Jahreszeit zu fabrizieren.

Ich bin nicht so die begnadete Küchenfee, die grandiose Schmankerl mit links produziert – ein Rezept muss daher für mich schnell und einfach zuzubereiten sein und darf nicht zu viele Zutaten erfordern. Genau diese Voraussetzungen bringt der Frühlingskuchen mit sich.

 

Frühlingskuchen

An Zutaten für den Frühlingskuchen werden benötigt:

  • 4 Eier
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 ml Öl
  • 250 g Spinat (aufgetaut)
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

 

Spinat

Es ist wahrscheinlich nicht alltäglich, Spinat für einen Kuchen zu verwenden, daher hier ein paar kurze generelle Informationen dazu:

Spinacia oleracea ist ein nährstoffreiches und kalorienarmes Frühlingsgemüse und gehört zur Familie der Gänsefußgewächse.

Eine alte Volksweisheit behauptet:

Der Spinat ersetzt die halbe Apotheke.

Spinat versorgt nämlich unseren Körper mit jeder Menge an Vitaminen und Mineralstoffen:

Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium, Folsäure, Provitamin A, Vitamin B1 und B2, Betacarotin, Vitamin C  und E,…

  • Folsäure: Spinat hält uns auch jung – so schützt die enthaltende Folsäure das Herz und den Kreislauf, bremst die Adernverkalkung und hilft den Blutdruck zu senken. Aber auch das Gedächtnis freut sich über den Spinat – er schützt vor vorzeitiger Alterung und verbessert die Leistungsfähigkeit.
  • Zink: Spinat unterstützt den Stoffwechsel und ist durch das Zink an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt.
  • Magnesium: Spinat wird auch als Anti-Stress-Gemüse bezeichnet, weil er Nährstoffe für das Nervensystem liefert –  das Antistressmineral Magnesium und das Nervenvitamin B1.
  • Betacarotin: Spinat schützt durch das Vitamin A die Augen vor Nachtblindheit und einer altersbedingten Augenkrankheit.

In Frankreich wird der Spinat auch als „Besen des Magens“ bezeichnet, weil er die Produktion der Magensäfte anregt und somit die Verdauung fördert.

 

Spinat

 

Spinat und Eisen

Die meisten von uns kennen sicherlich die Geschichten um „Popeye den Seefahrer“, der mit seinen Spinatdosen die Muskeln wachsen lässt.

Es hat sich nämlich lange der Glaube gehalten: Spinat ist der beste Eisenlieferant, weil 100 g Spinat ca. 30 mg Eisen enthalten. Diese Mengenangabe bezieht sich jedoch auf getrockneten Spinat – frischer Spinat besteht zu einem sehr großen Anteil aus Wasser und kommt daher nur auf ca. 3 mg Eisen pro 100 g Spinat. Nichtsdestotrotz ist jedoch Spinat eine gute Eisenquelle, wenn auch nicht in so hohen Mengen, wie vielfach behauptet wurde.

Spinat enthält aber auch Oxalsäure, die das im Spinat enthaltene Eisen bindet – dadurch kann das Eisen im Darm schwerer aufgenommen und so nur ein Teil verwertet werden.

 

Tiefkühlspinat

Bei „frisch“ und „tiefgekühlt“ gibt es immer wieder Diskussionen, welche Variante eines Gemüses besser ist. Ich habe für meinen Frühlingskuchen tiefgekühlten Spinat verwendet:

Frischer Spinat verliert innerhalb kürzester Zeit wichtige Nährstoffe, bei einer sofortigen Tiefkühlung bleiben diese erhalten. Es ist natürlich jedem freigestellt, welche Variante er bevorzugt.

 

Zubereitung

So genug des Vorabgeplauders – es geht jetzt ans Werk:

  • Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren, dann das Öl und den Spinat der Schaummasse zufügen und alles vermischen, zuletzt das mit dem Backpulver vermischte Mehl vorsichtig unterheben.
  • Schon geht der Kuchenteig auf einem befetteten Blech bei 160° für ca. 25 Minuten in das vorgeheizte Backrohr.
  • Nach dem Auskühlen des gebackenen Kuchens die Kuchenränder abschneiden und zerbröseln.

 

Frühlingskuchen

 

Als nächstes geht es an die Zubereitung der Creme – dazu benötigen wir an Zutaten:

  • 2 Päckchen QimiQ
  • 2 Becher Schlagobers
  • Zucker

QimiQ mit etwas Zucker cremig verrühren und den steif geschlagenen Schlagobers vorsichtig unterheben.

Die Creme auf den Kuchen streichen und die Kuchenbrösel schließlich darauf verteilen.

 

Frühlingskuchen

 

Voilà – unser Frühlingskuchen ist fertig und wir können mit der Schlemmerei beginnen.

Mit einem Stück unseres frisch zubereiteten Kuchen und einem köstlichen Becher grünen Tees setzen wir uns in die Sonne, lassen die Seele baumeln und genießen den wunderbaren Frühlingstag.

 

Für alle, die von der Schokolade die Finger nicht lassen können – ich stehe dabei an vorderster Front – kann natürlich auch der Kuchen mit einer Schokoladeglasur überzogen werden und die grünen Brösel kommen obenauf als Dekoration.

 

Frühling – das verbinden wir mit Wachsen und Erblühen und daher natürlich im Besonderen mit der Farbe „Grün“. Jetzt haben wir mit unserem Kuchen dem Frühling noch ein weiteres Merkmal hinzugefügt, nämlich „Lecker“.

 

Frühlingskuchen

 

Frühlingskuchen – grünes Gemüse in Form von Spinat, auf Süß zubereitet – besser kann es für mich doch gar nicht gehen. So werde ich auch noch zum passionierten Gemüseesser…

 

Und wer jetzt Lust auf noch mehr Spinat bekommen hat, der macht sich am besten gleich als Draufgabe mal einen „grünen Smoothie“.